"Meine Eltern haben mir viele Folgen ihrer Traumata vererbt"
361
news-template-default,single,single-news,postid-361,cookies-not-set,qode-listing-1.0.1,qode-social-login-1.0,qode-news-1.0,qode-quick-links-1.0,qode-restaurant-1.0,aawp-custom,ecwd-theme-bridge,ajax_fade,page_not_loaded,,qode-title-hidden,qode-theme-ver-12.1,qode-theme-bridge,bridge,wpb-js-composer js-comp-ver-5.4.2,vc_responsive

„Meine Eltern haben mir viele Folgen ihrer Traumata vererbt“

„Nachwirkungen des Zweiten Weltkriegs – Was hat der Zweite Weltkrieg noch mit heutigen Generationen zu tun? Der Autor Matthias Lohre hat seine Familiengeschichte erforscht – und festgestellt: sehr viel.

SPIEGEL ONLINE: Das Kriegsende liegt mehr als 70 Jahre zurück. Warum braucht es jetzt noch ein Buch darüber, was das Schweigen der Eltern mit uns macht?

Lohre: Ich habe bei einer Psychoanalyse gemerkt, dass meine Eltern mir viele Dinge mitgegeben haben – obwohl sie mir eigentlich immer fremd waren. Wie kann das sein?

SPIEGEL ONLINE: Die Antwort wollten Sie in Ihrer Familiengeschichte finden?

Lohre: Ja, aber das hat gedauert. Der Krieg war in der Familie Tabuthema, und ich hatte bis weit ins Erwachsenenleben eine Botschaft meiner Eltern verinnerlicht: Uns geht es doch gut. Ich dachte: Was bin ich doch für ein undankbares, wehleidiges Kind, wenn ich meine Kindheit hinterfrage. Genau dieser Gedanke hindert Kriegsenkel daran, ihre Familiengeschichte auszugraben.

SPIEGEL ONLINE: Sie haben es aber doch getan – und ein Buch darüber geschrieben…“

(SPON, 08.05.2016: Der ganze Text…)

Print Friendly, PDF & Email
Weiterempfehlen...
Share on Facebook
Facebook