Kuscheltiere können Borderlinern helfen

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"Kleine Kinder lieben ihre Kuscheltiere, die ihnen Geborgenheit geben. Das Spielzeug kann aber auch therapeutisch eingesetzt werden – bei Patienten mit unsicherem Bindungsstil.
Wenn Papa oder Mama nicht in der Nähe sind, können Kuscheltiere Kindern zumindest kurz Trost und Zuversicht vermitteln. Doch dieser Effekt ist nicht nur auf die Kleinsten beschränkt. Wie eine Studie von Markus Kiefer vom Universitätsklinikum Ulm und seinem Team in "Scientific Reports" zeigt, entwickeln gerade auch Patientinnen mit Borderline-Persönlichkeitsstörung "eine intensive emotionale Bindung zu Kuscheltieren". Den Kern des Problems bildet bei Betroffenen eine Störung der Gefühlsregulation. Nichtigkeiten rufen heftige Emotionen hervor, die die Patienten als unkontrollierbar wahrnehmen – bis hin zu körperlichen Auseinandersetzungen. Nach Angaben der Psychologen weiß man schon länger aus alltäglichen Beobachtungen, dass Patienten, die ein oder mehrere Kuscheltiere in ihrem Zimmer haben, häufig unter Persönlichkeitsstörungen leiden. Tagsüber dienen sie der Beruhigung, nachts helfen sie beim Einschlafen – wie bei kleinen Kindern. "Wenn sich Erwachsene nicht von ihren Stofftieren lösen können, weil diese eine besonders wichtige emotionale Bedeutung haben, weist uns das auf Defizite in der Verarbeitung von Gefühlen sowie auf einen unsicheren Bindungsstil hin", so der an der Studie beteiligte Carlos Schönfeldt-Lecuona…"

(Gefunden auf www.spektrum.de vom 10.11.2017)

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