Traumasensible Pädagogik (v. Dima Zito)

"Was Traumatisierung bedeutet und wie Kitas betroffene Kinder unterstützen können

Die kleine Diyana malt in der Kita Bilder voller Blut und toter Menschen. Wenn die anderen Kinder toben und lauter werden beim Spielen, verkriecht sich Esmail immer wieder blass und zitternd unter dem Tisch und ist kaum ansprechbar. Im vergangenen Jahr sind über 100.000 Kinder mit ihren Eltern als Flüchtlinge nach Deutschland…"

(veröffentlicht auf erzieherin.de vom 25.01.2017)

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Gezeichnete Seelen

"'Gezeichnete Seelen' – das sind acht Kapitel, in denen acht junge Menschen von ihren seelischen Nöten und psychischen Erkrankungen erzählen. Die Protokolle dieser Erlebnisschilderungen wurden von Schauspielern nachgesprochen und die bewegenden Selbstaussagen durch ausdrucksstarke Trickfilm-Animationen illustriert. Derart anonymisiert erzielen sie beim Zuschauer eine große Empathie – ohne Übertragungen zu provozieren.
Die hier thematisierten Seelennöte und Krankheitsbilder sind häufig auch bei Jugendlichen anzutreffen. Die Filme wollen sensibilisieren – für die eigene Identitätssuche, für die Situation eventuell betroffener Mitschüler. Sie regen an, über Auswege aus der Bedrängnis nachzudenken und zu diskutieren, um individuelle und persönliche Hilfe zu finden. Der Unterricht selbst kann und darf nicht therapieren – aber in einer „entindividualisierten“ Form seelische Nöte thematisieren. Dazu ist der Film geeignet.
1. Parallelwelten (Schizophrenie)
2. Die Sache mit der Glühbirne (Manische Depression)
3. Fisch am Haken (Agoraphobie)
4. Wahnsinnig zwanghaft (Zwangsstörung)
5. Unsichtbar werden (Magersucht)
6. Immer und immer (und immer) wieder… (Zwangsstörung)
7. Ein Fremder auf dem Schulhof (Asperger Syndrom)
8. Blutige Tränen (Selbstverletzung)"

Die ganze Sendung (30 Min.) finden Sie hier

Demenz oder Trauma? – Ähnlichkeiten und Unterschiede

"Viele 'seltsame' und beunruhigende Verhaltensweisen und Äußerungen alter Menschen werden vorschnell als Symptome von 'Demenz' oder 'Alzheimer' eingeordnet. Das vergrößert oder verlängert nicht selten das Leiden und die Not der Betroffenen. Oft geschieht dies aus Unkenntnis der Pflegenden oder der Fachkräfte in den Pflegeeinrichtungen. Sie wissen viel über die Phänomene, die sich im Zusammenhang mit einer dementielle Erkrankungen zeigen, aber noch zu wenig über die ganz ähnlichen Phänomene, die Folgen von Kriegs- und anderen Traumata sein können…"

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Bruce D. Perry: The Brain Science Behind Student Trauma

„The most remarkable feature of humankind is the flexibility of our brains. This neuroplasticity—or the brain’s ability to adjust its activities in response to new situations—is what has allowed our species to make dramatic changes from generation to generation. Humans have evolved from small hunter-gatherer clans to urban, digitally connected, international communities. The most malleable part of our brain is the neocortex, which can absorb and store more bits of information than the brains of any other species. This capacity for cognitive thinking allowed us to create language, democracy, and thousands of other inventions.

In fact, our most remarkable invention is public education: a structured system to provide the social and cognitive stimulation children need to take advantage of their brain’s malleability and develop knowledge and skills in mathematics, science, and history. By providing structured cognitive and social experiences, the U.S. public education system has expressed the potential of millions of children, which has, in turn, led to invention, creativity, and productivity that has transformed the world.

The key to the success of any educational experience is the capacity to „get to the cortex.“ Yet, each year, nearly one-third of all children attending U.S. public schools will have significantly impaired cortical functioning due to abuse, neglect, domestic violence, poverty, and other adversities. Understanding the effects of trauma on a child’s brain and how these effects alter the ability to learn is essential to improving our public education system…“

(Quelle: Education Week, 13.12.2016)

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Vatileaks-Enthüller über Kindesmissbrauch in der Kirche – „Der Papst protegiert Vertuscher“

„Er enthüllte Finanzskandale im Vatikan und stand dafür vor einem Kirchengericht. In seinem neuen Buch beschreibt Emiliano Fittipaldi, wie Kindesmissbrauch in höchsten Kirchenkreisen vertuscht wird.

Emiliano Fittipaldi, Jahrgang 1974, arbeitet als investigativer Journalist beim italienischen Nachrichtenmagazin L’Espresso. In seinem Buch „Avarizia“ (Geiz) enthüllte er illegale finanzielle Transaktionen im Vatikan und musste sich im Rahmen des Vatileaks-2.0-Skandals vor Gericht verantworten – wegen Veröffentlichung geheimer Dokumente. Die Richter des Kirchenstaates sprachen ihn im Juli 2016 aus Mangel an Beweisen frei. Sein neues Buch „Lussuria“ (Wollust) prangert die systematische Vertuschung von Missbrauchstaten in der Kirche an…“

(Quelle: SPON vom 22.01.2017)

Das ganze Interview finden Sie hier

NEUERSCHEINUNG: Fremd und kein Zuhause – Traumapädagogische Arbeit mit Flüchtlingskindern

Ab heute ist unser neuestes Fachbuch im Handel:

„Wie kann es im pädagogischen Alltag gelingen, für Kinder und Jugendliche mit Fluchterfahrung ein größtmögliches Maß an Sicherheit herzustellen? Wie kann mit Sprachbarrieren oder interkulturellen Unterschieden umgegangen werden? Wie kann in diesem Kontext Selbstfürsorge gelingen? Das Buch bietet praktisch nutzbares Wissen zu psychotraumatologischen Grundlagen und traumapädagogischen Handlungsmöglichkeiten für Kita, Schule, Jugendhilfe und Ehrenamtler in der Flüchtlingshilfe…“

AutorInnen: Martin Kühn und Julia Bialek

Hier können Sie das Buch direkt bestellen…

Stress hemmt auch unsere Sinne

„Stresshormon blockiert die Verbesserung der Wahrnehmung durch Training

Gehemmte Wahrnehmung: Stress macht nicht nur vergesslich, er beeinträchtigt auch unsere Sinne – und ihre Anpassungsfähigkeit. Wie ein Experiment belegt, blockieren Stresshormone das sonst typische Lernen der Sinneswahrnehmung. Statt durch Training sensibler zu werden, blieb der Tastsinn der gestressten Probanden gleich. Stress hemmt demnach das Lernen auch auf der Ebene der Wahrnehmung…“

(Quelle: scinexx.de vom 12.01.2017)

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Die Wurzeln liegen in der Kindheit

„Forscher haben ein brisantes Missverhältnis aufgedeckt. Demnach verursacht ein kleiner Teil der Bevölkerung den Löwenanteil der gesellschaftlichen Kosten für Gesundheitsfürsorge, Sozialhilfe oder Kriminalität. Die Wurzeln dieser Ungleichverteilung liegen dabei in der Kindheit: Die rund 20 Prozent der Kinder, die als Dreijährige am schlechtesten in Bezug auf Sozialverhalten, Intelligenz und Familiensituation abschnitten, sorgten als Erwachsene für 80 Prozent der Probleme. Dies sei aber kein Grund zur Ausgrenzung oder Stigmatisierung, sondern weise den Weg zu wirksamer Abhilfe, betonen die Forscher. Denn es zeigt, dass es sich lohnt, wenn eine Gesellschaft in frühe Hilfe für solche Kinder investiert…“

(Quelle: wissenschaft.de vom 13.12.2016)

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